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Begleitwort

B E G L E I T W O R T

Vor mehr als 14 Jahren kaufte die Stadt Gladbeck ein an den südlichen Zaun angrenzendes größeres Grundstück als Schulgarten. Sie ließ es einzäunen und die Schule entwickelte einen Grundplan, wie der Garten aussehen sollte. Kernstücke waren:

* Staudenbeet

* Frühblüherbeet

* 3 höhergelegte Gemüsebeete mit Holzrahmen

* 1 Holzhäuschen für Gießkannen etc.

1 Gemeinschaftsfeld für die jeweils 2. Klassen

* 1 Rasen/Wiesenfläche mit der Möglichkeit neuer oder vorübergehender Beete
 

 Mit Hilfe des Grünflächenamtes wurde die Grundstruktur des Gartens erstellt.

 Seither - und nun schon 12 Jahre- arbeiten unsere Klassen mit sicherlich unterschiedlichem, aber stetigem Einsatz an unserem Projekt "Schulgarten". Als einziger Grundschul-Schulgarten in Gladbeck können wir auf ein dauerndes Angebot für unsere Schüler bauen. Und das in einer Zeit, in denen viele Schüler trotz eigenen Gartens zuhause (der aber fast nur noch aus Rasen besteht), kaum noch Pflanzen benennen können und nicht mehr wissen, was essbar, ungenießbar oder gar giftig ist, Städte gezwungen sind, selbst schwach giftige Sträucher aus Anlagen und Wäldern zu entfernen, weil Kinder "die Natur nicht mehr kennen".

Es ist in den letzten zwei Jahren wesentlich schwieriger geworden, den Garten als wichtigen Bestandteil der Schule zu sehen. PISA und VERA üben starken Leistungsdruck auf solche "Nebensächlichkeiten" wie die Gartenarbeit So hatten wir in diesem Jahr aufgrund nicht endenwollender Bauarbeiten bei fehlendem Hausmeister, Delfin-Sprachstandsererhebung, Fehlstunden und erheblicher Arbeitsbelastung durch Arbeiten auf Papier. Unsere Lösung: Die Viertklässler haben in großem Maße die Arbeit im Schulgarten ziemlich selbstständig übernommen. Bis Ende des Schuljahrs 2007 vor allem die 4b.

Teile der Klasse 4b

Sie arbeitete in den Pausen, manchmal im Sachunterricht, bei schönem Wetter auch parallel zum Sportunterricht und das voller Begeisterung und voller Ideen. Nach den Ferien konnte eine kleine AG

DIE BLAUKITTEL

eingerichtet werden, hauptsächlich aus der neuen 4b, aber nur einstündig. Da der Eltern-Gartentag diesmal nur schwach besetzt war, der Lehrer nach überstandener Krankheit noch nicht wieder voll belastbar war, dachten wir uns einen Plan aus, wie auch diese Kinder über die AG hinaus in Sportstunden und Pausen dem Garten ein angemessenes Gesicht geben konnten. Und sie taten es unermüdlich, worin wir uns bestätigt fühlten: Gartenarbeit ist auch für Grundschüler eine wichtige Betätigung im Schulmorgen. Eine Schülerin war erstaunt, dass Wild Un-)kräuter sogar einen Namen haben und dass manche in Notzeiten sogar gegessen wurden. Besondere Begeisterung insbesondere bei der zweiten Gruppe, als sie erfuhr, dass sie die Arbeiten auch noch fotografieren und ins Internet setzen durfte.

Wir sind stolz darauf, unseren Garten über eine so lange Zeit intensiv für den Unterricht genutzt zu haben und unseren Schülern Gelegenheit zu geben, Natur vorbereitet und dauernd zum wirklich handgreiflichen Lernen zur Verfügung gestellt zu haben. Trotz aller Schwierigkeiten halten wir die Gartenarbeit und damit ein Arbeiten in und mit der Arbeit für unsere fernseh- und Computerjugend ffür fortsetzenswert.

Vielen Dank vor allem den Gartenkindern, die ab diesem Sommer mit besonderer Arbeitstracht auftreten, und zwa als "DIE BLAUKITTEL". Das ist ein weiterer Anreiz mitzumachen!