L E S E C A F E seit 1990
Sogenannte "Kleine Lesecafes" finden aber auch an anderen Orten statt:
Im Billardraum eines Vereins im Keller unserer Schule, jetzt OGS, oder einfach im Klassenraum, vielleicht sogar in einem Lesezelt, das entsteht, wenn man einen Fallschirm in einer Klasse wie ein Beduinenzelt aufhängt (s. Lesenachmittag)
Der Phantasie für das Aussehen eines Lesecafes sind kaum Grenzen gesetzt und jede Schule dürfte Geeignetes finden: z.B.: in einer Literaturkneipe oder einem kleinen Kino mit Bühne.

Die vorzutragenden Texte werden möglichst von den Kindern selbständig aufgeschrieben und von den Mitschülern ausgewählt. Es können Texte sein, die entstanden sind
- als individuelle Texte in Freiarbeit/Wochenplan (sog. Freie Texte, einzelne Texte oder zB. Klassenzeitungen, Geschichtenhefte)
- als Schreibspiele ,
- als umgesetzte Texte zu Literaturvorlagen, (Ein eigenes "Buch" zu einem gelesenen Buch)
Der Lehrer sieht die Texte so durch, daß sie wegen der Veröffentlichung rechtschriftlich fehlerfrei sind. Die Überarbeitung sollte gefühlvoll geschehen und den persönlichen Stil des Autors erkennen lassen.

Wegen der Vorbildwirkung lesen natürlich Eltern und Lehrer ebenfalls ihre Geschichten vor. Interessante Feststellung auch aus meiner Arbeit in der Schreib- und Druckwerkstatt in diesem Zusammenhang: Erwachsene haben zunächst Probleme, eigene Texte aufzuschreiben, sie mit ihrem Namen zu versehen und gar noch vorzulesen, Kinder nicht!
1998 : 76 Leser, 8 Musikanten und ca. 60 Eltern waren begeistert von den Schreibprodukten ihrer Sprösslinge bzw. Schulfreunde!
1999: 82 Leser, 14 Musikanten
und ca 80 Eltern und alle Lehrer, Vertreter des Schulverwaltungsamtes
und der Politik. Schulrat! Gleichzeitig Herausgabe des Geschichtenbuchs Lollipop!
2000: 69 Leser, 14 Musikanten und ca. 80 Eltern und alle Lehrer!