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 Computer im Klassenzimmer

Pestalozzi-Grundschule Gladbeck

Bericht aus der Zeitschrift "Forum Schule" des Landesinstituts des Landes NRW in Soest, 1/01

Originalbericht im Zusammenhang mit dem Bericht Vielfalt der Grundschulen, anlässlich der Grundschulwoche NRW im Sept. 2000 anzusehen unter: http://www.forum-schule.de

 Die Pestalozzi-Grundschule in Gladbeck
beeindruckt von außen durch einen
denkmalschutzreifen Baukörper: Zwei
zweigeschossige Flügel, im rechten Winkel angeordnet, werden in ihrem Schnittpunkt überragtvon einer riesigen Buche. Die Fenster in den gelbverputzten Wänden stecken noch in den gleichenSprossenrahmen wie zur Zeit der Errichtung in denzwanziger Jahren. Die grauen Häuser in der
Nachbarschaft und die gepflegten Grünanlagen tragen die Züge einer gediegenen Bergmannssiedlung aus derselben Zeit.
 Von außen deutet nichts darauf hin, dass in dieser Schule etwas Besonderes geschieht. Aber schon beim ersten Schritt in das Haus hinein faucht uns ein großer Pappmachee-Drache entgegen und die vielen schönen ausgestellten Kinderarbeiten aus
dem fachübergreifenden Unterricht fallen ins Auge.

 Vernetzt: Computer als alltägliches
Werkzeug im offenen
Grundschulunterricht

 Die Türen der Klassenräume stehen offen und Kinder gehen ganz selbstverständlich zwischen den Räumen hin und her. Heute sind einige Eltern und auch Lehrer aus weiterführenden Schulen
gekommen und schauen sich den offenen Projektunterricht an, den die Schule nicht nur während
der Grundschulwoche abhält. Die Kollegin vom benachbarten Gymnasium, auf das viele Kinder
demnächst gehen werden, betont, wie viel ihre Kolleginnen und Kollegen an freien und
schülerorientierten Arbeitsformen von dieser Grundschule abgeschaut haben.
Die eigentlichen Neuheiten, nämlich die miteinander durchs ganze Haus vernetzten
Rechner, stehen unauffällig zwischen der Freinet-Druckerei und der Lese-Ecke. An zwei der
vier Klassencomputer arbeiten gerade Kinder deszweiten Schuljahres.

 Zwei Jungen spielen ein Spiel mit Mengen und Zahlen, zwei Mädchen scannen
gerade ihre Zeichnungen für das gemeinsame elektronische Geschichtenbuch ein.

Genauso geduldig und ruhig wie er zwischendurch einzelnen Kindern Lernanregungen und -hilfen gibt, erzählt Schulleiter Hans-Jürgen Fuhrmann von denvielen Aktivitäten, die die Rechner den Kindern ermöglichen, und von den vielen Wettbewerben, an
denen sich seine Kinder schon beteiligt haben -
wie auch von den nationalen und internationalen Kontakten mit Hilfe des Internet.

   

 

 Freie Arbeit an der
Pestalozzi-Grundschule: Von der
Druckplatte zur Druckfahne in der
Freinet-Druckerei

 An dieser Schule kann man einen Eindruck davon gewinnen, wie es aussieht, wenn der Computer
zu einem alltäglichen Werkzeug in einem offenen Grundschulunterricht wird. "Die Kinder schreiben und illustrieren die Texte für ihre Klassenbücher mit dem Computer; sie tauschen sich im Netz mit anderen Kindern aus, in der Schule, in der Gemeinde oder auch in anderen Ländern;sie suchen nach Informationen und Kontakten; sie holen sich Lernhilfen und Lernspiele auf den Bildschirm.
 Sie nutzen den Computer, wie und wo sie ihn brauchen; nicht mehr, aber auch nicht weniger", erläutert Fuhrmann. Wer ein Beispiel für eine vernünftige didaktische Verortung für den
Rechner in der Grundschule sucht, kann es hier finden, auch wenn die technische Ausstattung
manchem noch ungewöhnlich vorkommen mag.

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