|
|
| Die Pestalozzi-Grundschule
in Gladbeck beeindruckt von außen durch einen denkmalschutzreifen Baukörper: Zwei zweigeschossige Flügel, im rechten Winkel angeordnet, werden in ihrem Schnittpunkt überragtvon einer riesigen Buche. Die Fenster in den gelbverputzten Wänden stecken noch in den gleichenSprossenrahmen wie zur Zeit der Errichtung in denzwanziger Jahren. Die grauen Häuser in der Nachbarschaft und die gepflegten Grünanlagen tragen die Züge einer gediegenen Bergmannssiedlung aus derselben Zeit. |
Von
außen deutet nichts darauf hin, dass in dieser Schule etwas
Besonderes geschieht. Aber schon beim ersten Schritt in das Haus
hinein faucht uns ein großer Pappmachee-Drache entgegen
und die vielen schönen ausgestellten Kinderarbeiten aus dem fachübergreifenden Unterricht fallen ins Auge. |
|
Werkzeug im offenen Grundschulunterricht |
| Die
Türen der Klassenräume stehen offen und Kinder gehen
ganz selbstverständlich zwischen den Räumen hin und
her. Heute sind einige Eltern und auch Lehrer aus weiterführenden
Schulen gekommen und schauen sich den offenen Projektunterricht an, den die Schule nicht nur während der Grundschulwoche abhält. Die Kollegin vom benachbarten Gymnasium, auf das viele Kinder demnächst gehen werden, betont, wie viel ihre Kolleginnen und Kollegen an freien und schülerorientierten Arbeitsformen von dieser Grundschule abgeschaut haben. Die eigentlichen Neuheiten, nämlich die miteinander durchs ganze Haus vernetzten Rechner, stehen unauffällig zwischen der Freinet-Druckerei und der Lese-Ecke. An zwei der vier Klassencomputer arbeiten gerade Kinder deszweiten Schuljahres. |
Zwei Jungen spielen
ein Spiel mit Mengen und Zahlen, zwei Mädchen scannen Genauso geduldig und
ruhig wie er zwischendurch einzelnen Kindern Lernanregungen und
-hilfen gibt, erzählt Schulleiter Hans-Jürgen Fuhrmann
von denvielen Aktivitäten, die die Rechner den Kindern ermöglichen,
und von den vielen Wettbewerben, an |
| |
|
|
Pestalozzi-Grundschule: Von der Druckplatte zur Druckfahne in der Freinet-Druckerei |
| An
dieser Schule kann man einen Eindruck davon gewinnen, wie es
aussieht, wenn der Computer zu einem alltäglichen Werkzeug in einem offenen Grundschulunterricht wird. "Die Kinder schreiben und illustrieren die Texte für ihre Klassenbücher mit dem Computer; sie tauschen sich im Netz mit anderen Kindern aus, in der Schule, in der Gemeinde oder auch in anderen Ländern;sie suchen nach Informationen und Kontakten; sie holen sich Lernhilfen und Lernspiele auf den Bildschirm. |
Sie
nutzen den Computer, wie und wo sie ihn brauchen; nicht mehr,
aber auch nicht weniger", erläutert Fuhrmann. Wer ein
Beispiel für eine vernünftige didaktische Verortung
für den Rechner in der Grundschule sucht, kann es hier finden, auch wenn die technische Ausstattung manchem noch ungewöhnlich vorkommen mag. |