Anmerkungen
des Klassenlehrers
Einsatz des Computers im Unterricht (verbotenerweise
eigentlich!) ab Ende 1990, Entwicklung der "Schreibenden
Schule"(heute Schulprogrammaspekt), Freie Texte ab dem 1.
Schuljahr, Das Kind als Autor eigener Texte, Kinder können
auf "Lesecafes" ihre eigenen Texte vorstellen, Kinderliteratur
als Vorlage zum eigenen Schreiben, Texte werden auf verschiedene
Arten gedruckt(Freinetdruckerei), gestaltet und in den Computer
getippt
In der Schreib- und Druckwerkstatt können
ganze Klassen der Schule und auch anderer Schulen mit ihren Texten
ein eigenes Buch schreiben. Jedes Kind erhält ein Buch mit
den Texten und gestalteten Drucken aller seiner Klassenkameraden).
In der Klasse erscheint regelmäßig
die Klassenzeitung "Bonbons" auf Papier.
Es entstehen auf diese Weise an der Schule
eine Vielzahl von "Büchern" der Kinder zu den
verschiedensten Fächern und Themen.
Anfang 1997 gelingt es mir nach 14-tägiger
Kleinarbeit mit wenig Unterstützung von außen (Die
meisten meiner Bekannten haben "Null Ahnung") die ersten
Seiten der Schulhomepage über meine privaten Account http://home.kamp.net/home/hans-juergen.fuhrmann
und von zuhause aus zu veröffentlichen.
Nachdem ich einigermaßen sicher war,
führte ich auch mein damaliges 3. Schuljahr ins Internet
ein.
Das nahm eine tolle Entwicklung. Chats mit
deutschen und ausländischen Kindern (ich übersetzte),
mails mit deutschen franz., englischen und amerikanischen Kindern,
viele Seiten der Kinder entstanden
Auf der Suche nach Unterstützung versuchte
ich es mehrfach bei Schulen ans Netz. Da aber, wie sich später
herausstellte, NRW gar nicht wollte, dass Grundschulen ins Netz
gehen, verfuhr ich wie 1990 und übernahm die Initiative.
(Ausnahme waren eine Schule aus Schwerte und 1o Schulen, die
das Landesinstitut ausgesucht hatte, wir waren nicht dabei)
Mein Hausmeister legte einenTelefonanschluss
in meinen Klassenraum und mit einem 28800 kb- Modem ging es mit
einem Multimedia-Mac ins Internet.
Alle meine ca 24 Schüler waren wie bei
derErstellung von Büchern und Zeitungen nun Feuer und Flamme
etwas fürs Internet zu tun. In der Freiarbeit, im Projektunterricht,
in den Pausen und in einer AG mit 24(!) Kindern machte das Spaß
und war produktiv.
Sie erstellten eine Datenbank mit vielen Seiten
zu Leseprojekten, sie sahen sich in kinderfreundlichen Seiten
des Internets um und entwickelten eine Vorliebe für die
Seiten des Kinderbuchautors KNISTER, der ebenfalls schon eine
homepage hatte. In diese konnte man sogar hineinschreiben und
Kommentare zu dessen Bücher abgeben(KNISTER kommt alle 4
Jahre in unsere Schule und alle Schüler lernen ihn und seine
Bücher kennen. Mails waren kein Problem.
Begünstigt wurde diese Entwicklung durch
unseren Sponsor Thomas Balzer, der uns auf seinem Server "Platz
satt" und eine neue Adresse verschaffte.
Als sich herausstellte, dass die Jungen die
Mädchen nicht immer zum Zuge kommen ließen, gründeten
wir eine separate Mädchengruppe: Cyber-Bonbons-Mädchen.
Diese brachten sogar per FTP-Programm ihre Seiten ins Netz!!!
Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben gaben
den Kindern viel Motivation und reichlich Erfahrung mit dem Netz,
deutschen und internationalen Partnern, so organisierte ich die
Teilnahme von 32 Gruppen unserer und einer anderen Schule für
Enterpreis von "Schulen ans Netz"
Auch die anderen KollegInnen machten mit.
So gab es schon vor dem großen "e-initiative-boom"
8 Klassen, die mit Computern arbeiteten.
Seit März 2000 sind wir -über "Schulen
ans Netz" Apple Distinguished School geworden und verfügen
nun über weitere neue Macs. (Hier noch einmal herzlichen
Dank an Apple und einen Kaufhauskonzern, die uns mit MACs versorgten.
Die gebrauchten PC´s, die wir von der Industrie erhielten,
waren leider alle: M Ü L L und machten zudem noch viel Arbeit!
)
Seit mehr als einem Jahr können alle
Klassen mit mind. 2 imacs ins Internet gehen. Ohne jede Störung
dank laufsicherer imacs, bastelwütige Lehrer und ohne Gängelung
durch die Stadtverwaltung.
Jede Klasse ist über einen zentralen
G4-Server und airport per Funknetz ans Internet angebunden und
verfügt über eine moderne Medienecke.
In vielen unserer bisherigen Projekte haben
wir versucht neue Klassen
für die Netzarbeit zu finden
und sie an unseren Projekten zu beteiligen, auch wenn sie manchmal noch keinen Anschluss ans Netz
hatten ....
Wenn unsere Klassen in die weiterführenden
Schulen kommen, ist erstmal Ebbe... Meine Tochter war in vier
Jahren Gymnasium 4mal im Computer-Raum! Dass selbst in einer
weiterführenden schule Computer in den Klassenräumen
stehen dürfen, zeigt die Realschule Senden dank päadagogisch
selbständiger Arbeit. Ein Modell für die SI und SII-Schulen...
weitersagen...
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